Dysplasiesprechstunde


schwerpunkt_dysplasiesprechstundeDysplasiesprechstunde – Was ist das?

In unserer Dysplasiesprechstunde stellen sich Patientinnen vor, bei denen Zellveränderungen am Gebärmutterhals (Zervix), in der Scheide (Vagina) oder im Bereich des äußeren Genitals (Vulva-, Perineal- und Perianalregion) festgestellt wurden. Die Hauptursache der Zellveränderungen (Dysplasien) ist ein Virus (Humanes Papillomavirus, HPV). Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, eine vitaminarme Ernährung, chronischer Stress und andere Störungen des Immunsystems.

HPV ist besonders bei jungen Frauen stark verbreitet und wird in der Regel nach einigen Monaten vom körpereigenen Immunsystem erfolgreich bekämpft. Gelingt dies jedoch nicht, können Zellveränderungen entstehen, die sich, wenn es sich um leichte Veränderungen handelt, in etwa 50 Prozent der Fälle ebenfalls eigenständig zurückbilden können. Häufig sind in einer solchen Situation Kontrollen notwendig, welche ausschließen sollen, dass es sich um schwerere Zellveränderungen handelt, die behandelt werden müssen.

Schwere Dysplasien – Was nun?

Sollte nach Durchsicht der Befunde und ihrer individuellen Krankengeschichte Gewebe entfernt werden müssen, kommen je nach Situation unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, welche in unserer Klinik zu den Standardeingriffen gehören und zumeist ambulant durchgeführt werden können: Schlingenabtragung (LOOP-Exzision), Konisation und die Lasertherapie.

Das Vorgehen wird intensiv mit Ihnen erörtert.

Die Erstvorstellung – Was passiert ?

+ Gynäkologische Untersuchung

+ Makroskopische und mikroskopische Untersuchung des Scheidenausflusses (Nativsekret)

+ Lupenuntersuchung (Kolposkopie)

+ Wiederholung der Krebsvorsorgeabstrich(e) (unter gezielter kolposkopischer Sicht)

+ Bei auffälligen Befunden Gewebeproben (Biopsien) mit und ohne örtliche Betäubung

+ Bei nicht eindeutigen Befunden Nachweis des HPV Erregers

+ Je nach Befund weitere Abstriche auf verschiedene Erreger (Viren, Bakterien, Pilze)

+ Falls medizinisch notwendig, Ultraschalluntersuchung

Die Befunde werden zusammen mit einer Empfehlung und dem Behandlungsbericht zur Therapie oder zur weiteren Kontrolle an die behandelnde Frauenärztin oder den Frauenarzt gesandt.

Dysplasiesprechstunde – Was muss ich mitbringen?

Wir führen alle Untersuchungen nur mit Ihrer Zustimmung durch und besprechen Befunde und Indikationen zur weiteren Therapie oder Kontrolle in Ruhe mit Ihnen. Sollte tatsächlich ein Eingriff notwendig werden, so handelt es zumeist um eine kleine Operation.

Um einen reibungslosen Ablauf ihres Aufenthaltes in unserer Klinik zu gewährleisten, sollten Sie bitte folgende Unterlagen mitbringen:

+ Jedes Quartal benötigen sie eine Überweisung von Ihrer Frauenärztin bzw. ihrem Frauenarzt.

+ Ihre Krankenkassenkarte

+ Ihren Menstruationskalender, in dem Sie den ersten Tag Ihrer letzten Blutung notiert haben.

+ Bitte informieren sie uns über alle Medikamente (Medikamentenliste), die sie einnehmen oder
zeitweise eingenommen haben.

+ Kopien der Vorbefunde (PAP-Abstriche, Histologien, HPV-Bestimmungen)
vom überweisenden Kollegen.

+ Alle OP-Berichte, Berichte aus anderen Krankenhäuser etc.

+ Falls eine Biopsie notwendig werden sollte, ist es sinnvoll, anschliessend ein Tampon einzulegen.
Zudem sollte die nächsten zwei Tage auf Vollbäder und Geschlechtsverkehr verzichtet werden.
Geringe Schmierblutungen sind durchaus möglich, aber ungefährlich.

Am Untersuchungstag sollten Sie keine Regelblutung haben. Falls Ihre Blutung unerwartet eintritt, rufen Sie uns jederzeit an und wir arrangieren kurzfristig einen Ausweichtermin. Von dieser Regelung sind selbstverständlich die Frauen ausgenommen, die an einer Dauerblutung leiden.

Informationen zum Download

+ Link zu AGCPC